Essen mit den Eltern: Der Hauptgang.

Meine Eltern haben natürlich nicht nur eine Vorpeise, sondern auch einen Hauptgang in ihrem Menü bekommen. (Den habt ihr verpasst? Nachlesen kann man die Vorspeise zum 3-Gänge-Menü hier.) Es ist mehr Arbeit als die Vorspeise, aber das wird es wert sein. Spinat-Polenta-Strudel mit Tomatensauce.

Spinach Polenta Strudel / Spinat-Polenta-Strudel

Mit den Vorbereitungen beginnen sollte man ein paar Stunden, bevor die Gäste ankommen. 

Zuerst wird sich um den Strudelteig gekümmert. Dafür braucht man:
200 g Mehl
1 EL neutrales Öl
1 TL Salz
Ei
etwa 100 ml lauwarmes Wasser

Das Mehl in eine Schüssel häufen, in die Mitte eine Mulde drücken und Öl, Ei und Salz hineingeben. Die Zutaten mischen und kräftig verkneten. Dabei nach und nach ca. 100 ml Wasser hinzufügen (Es könnte sein, dass man nicht alles braucht!) und weiterkneten, bis man einen geschmeiden Teig hat. Eine Kugel formen, mit Öl bestreichen und in der abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort ca. 30 Minuten ruhen lassen. (Das ist sehr wichtig für einen elastischen Teig! Deshalb fangen wir auch mit dem Teig an.)

Dann macht man die Tomatensauce, damit die köcheln kann und nach ein paar Stunden fabelhaft schmeckt. Nehmt euer Lieblingsrezept zur Hand. Meines enthält eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, Basilikum, Thymian, zwei Dosen geschälte Tomaten und Gewürze.

Und jetzt zur Spinat-Polenta-Füllung für die Strudel. (Die stammt aus meinem Liebling unter allen Kochbüchern: Österreich Vegetarisch.) Zutaten:

250 ml Milch
1/2 Knoblauchzehe
Salz und Muskatnuss
60 g Polenta
1 EL Olivenöl
1 kg frischer Spinat (oder, wie in meinem Fall, 500 g Tiefkühl-Spinat)
1 EL Sauerrahm (bei mir ein bisschen mehr)

Die Milch mit Salz, einer Prise Muskatnuss und gehacktem Knoblauch aufkochen. Die Polenta langsam einrieseln lassen und für ein paar Minuten rühren, bis man einen dicken Brei hat. (Ich habe noch ein bisschen Wasser hinzugefügt, weil der Brei dann doch zu dick war.)
In einem anderen Topf das Olivenöl erhitzen, den Spinat hinzufügen. Mit Salz und Muskat würzen, kurz dämpfen. Für eine Weile auskühlen lassen.
Dann den Spinat zur Polenta geben und gründlich vermischen. Den Sauerrahm einrühren.

(Die Tomatensauce und die Füllung kann man auch noch viel früher vorbereiten, falls man Stress am Menü-Tag vermeiden will.)

Nun kommen wir zurück zum Teig. So rollt man ihn aus: Ein Geschirrtuch mit Mehl bestauben (Gründlich und überall, sonst klebt der Teig fest.), den Teigball darauf legen und ein wenig platt drücken. Mit einem Nudelholz (am Besten ein schweres) ausrollen, bis der Teig so dünn ist, dass man das Muster vom Geschirrtuch durchsehen kann. Also sehr, sehr dünn.

Rolled out strudel dough / Ausgerollter Strudelteig

Für 4 kleine Spinat-Polenta-Strudel schneidet man den Teig in vier gleich große Stücke. Die Füllung gibt man dann da drauf und verteilt sie gleichmäßig.

spinach polenta filling / Spinat-Polenta-Füllung

Und jetzt aufrollen! Aber aufpassen, der Teig soll ja nicht reißen. An den Enden verschließen – Ich habe hübsche Zuckerl daraus gemacht.

filled spinach polenta strudels / Gefüllte Spinat-Polenta-Strudel

Den Ofen auf 190° C vorheizen - Ich würde dazu raten, bevor die Gäste da sind.
Die Strudel dann kurz vor der Vorspeise in den Ofen schieben und für 30 Minuten backen, bis sie gleichmäßig braun sind.

Mit einem großen Schöpfer Tomatensauce servieren und genießen!

baked spinach polenta strudel (filling) / gebackener Spinat-Polenta-Strudel (Füllung)

Ich denke, eure Gäste werden ihre kleinen Strudel lieben. Meine haben’s getan.

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One Response to Essen mit den Eltern: Der Hauptgang.

  1. Wow that is very interesting, great job! Yum!

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